Eigentlich könnten heutzutage viele meiner Kritiken mit dem Satz beginnen: „Dank
Netflix…“ oder: „Gestern auf Netflix wieder einen tollen Film entdeckt.“ Was ich ebenso
oft anführen könnte ist, dass ich alle Filme meist auf englischer Originalsprache ansehe.
Ein großes Plus und Charmträger am kürzlich entdeckten Juwel „Wo die wilden
Menschen jagen“ war für mich unter anderem das neuseeländische Englisch, denn dort,
in der entlegenen Einöde Neuseelands, am Rande des Dschungels spielt der (coming-of-
age) Film über nicht nur das Erwachsenwerden des Teenagers Ricky (Julian Dennison)
mit Pflegefamilienhintergrund und „Kleingangster-Karriere“ sondern auch dem seines
ungewollten, grummeligen Pflegevaters Hec (Sam Neill) und Pflegemutter Bella (Rima Te Wiata).

Wo die wilden Menschen jagen
© Sony Pictures

Von Anfang an fühlt man mit dem 13 jährigen Ricky mit. Ein hartes Leben als Waise liegt
hinter ihm… und er schreibt Haikus um seine Gefühle auszudrücken. Er hat keine
Freunde, aber dafür einen Hund namens Tupac. Ein Pflegekind, der an seiner letzten
Station angekommen ist. Denn wenn es bei dieser Pflegefamilie nicht klappt, dann lautet
sein Schicksal bis er volljährig ist: Endstation Heim. Seine Sozialarbeiterin glaubt auch
nicht mehr an ihn. Seine neue „Tante“ Bella gibt ihm den Freiraum den er braucht, um
weniger wütend auf die Welt zu sehen und neue Hoffnungsschimmer zu erkennen. Doch
nachdem dann das Leben ihm abermals schlechte Karten zuspielt, hat Ricky doch
einfach genug. Hier beginnt das Abenteuer in „Wo die wilden Menschen jagen“ mit
reichlich spannender, urkomische Action à la „Auf der Flucht.“ Ich muss schon grinsen
wenn ich nur daran denke!

Wo die wilden Menschen jagen [Blu-ray]
Sony Pictures Home Entertainment (27.03.2017) - Blu-ray, Freigegeben ab 12 Jahren - Laufzeit: 101 Minuten - Sam Neill, Julian Dennison, Rhys Darby, Rachel House
9,00 EUR

Trotz der eher traurig klingenden Rahmenhandlung sind Lacher von Anfang bis Ende
garantiert. Wer eine Komödie sucht, die gleichzeitig als Roadmovie (zu Fuß) etwas
hermacht, unfassbar irrsinnig witzig sein soll, vollbepackt mit Filmanekdoten und
Charakteren zum Verlieben, der ist hier genau richtig. Regisseur Taika Waititi (Thor:
Ragnarok) verhilft mit unfassbarer Filmführung der wunderschönen und oft
gefährlichen Landschaft Neuseelands Julian Dennison den Film zu tragen, trotz
unbestreitbarer, authentischer schauspielerischer Höchstleistung von Mr. Jurassic Park,

Sam Neill. Noch nie musste ich so lachen wenn Terminator 2 oder Herr der Ringe
gehuldigt wurde. Eine der besten (gleichzeitig) rührenden Komödien der letzten Jahre!

Originaltitel: Hunt for the Wilderpeople
Erscheinungsjahr: 2016
Dauer: 101 min
Regie: Taika Waititi
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Budget: $2.500.000
Einnahmen: $23.200.000 (USA) 
(Quelle: Wikipedia)

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