Heute schreibe ich über einen Film, den ich mir vor ein paar Tagen angesehen habe. Und zwar den mit Vorfreunde erwarteten

Illuminati

Als Erstes muss ich zugeben, dass ich kein einziges Buch von Dan Brown je gelesen habe. Mein Onkel ist jedoch ein Fan. Er hat mir auch verraten, dass „Illuminati“ der Film etwas gekürzt wurde, sage ich mal. Mit Erstaunen habe ich erfahren, dass die Hauptfigur, Robert Langdon (Tom Hanks) mit der weiblichen Hauptperson Vittoria Vetra (Ayelet Zurer) im Buch eine Liebesaffäre hat, nur als Beispiel.

Also habe ich mir den Film angesehen und bin förmlich ausgeflippt, dass Tom Hanks in derselben Rolle wie in Der Da Vinci Code auftritt:-)  Das mal vorweg. Als zweiten Gedanken: Wer hat Tom Hanks da synchronisiert? Ich fand, er hörte sich einbisschen wie ein Mann indischer Herkunft an!

Ich war noch nie in Rom und habe mich schon auf die verschiedenen Schauplätze und die Atmosphäre des Filmes gefreut, umso mehr war ich dann enttäuscht, beim Anblick, der sich meinen Augen bot. Ich kann mir vorstellen, alle Rombesucher haben die Arme über dem Kopf zusammengeschlagen. Lauter schnelle vogelperspektivische Einstellungen, die nur so hin- und herflogen. Natürlich habe ich mir schon gedacht, dass der Vatikan sich wohl quergestellt und verschiedene Drehverbote ausgesprochen hat. Also, Atmosphäre schon mal absolut computeranimiert und dadurch übertrieben.

Illuminati
© Sony Pictures

Mein Freund (dessen Vater ein Wissenschaftler ist und der selbst hin und wieder einmal in seinem Labor ausgeholfen hat) saß ganz gespannt neben mir, als die erste Szene sich im Schweizer Partikelbeschleuniger-Laboratorium CERN abspielte. Ich habe ihn auch gleich gefragt, ob das Gezeigte realistisch sei, er meinte: Die forschen zwar in diese Richtung, aber es ist viel zu übertrieben dargestellt. Hollywoodmäßig. Da also auch Punkteabzug.

Nun zur Story, hier droht der Geheimbund der Illuminaten eine zum ersten Mal von Menschenhand gefertigte Antimaterie in die Vatikanstadt zu bringen und dort zur Explosion zu bringen.  Zeitgleich verstirbt der Pontifax und es wird unverzüglich ein Konklave abgehalten. Zuvor wurden ausgerechnet die 4 bevorzugten Kardinäle entführt, ebenfalls von den Illuminaten. Robert Langdon wird mit dem Privat-Jet (DES VATIKAN) aus den USA eingeflogen. Alles klar. Absolut glaubhaft, schließlich munkelt man ja, dass das Klo des Papstes aus purem Gold besteht.

Angekommen geht es los. Die Jagd nach der „Bombe,“ der Antimaterie. Die hübsche Wissenschaftlerin ist stets wortkarg zu Diensten. Ein paar Brüste dürfen wohl in keinem Film fehlen.  Die Brüste und Tom Hanks begeben sich also auf Schnitzeljagd. Sie müssen eine Schrift eines (oh schreck!) Ur-Illuminaten Galileo Galilei entschlüsseln, durch welche immer mehr Informationen über die Illuminaten und die Katholiken an den Zuschauer gebracht werden.

Fertig! So ist der Film erzählt und wird als ein Kassenschlager verkauft. Ohne Tom Hanks wäre dieser Film wohl gar nicht ernst genommen worden. Und hier funktioniert das auch nur, weil er wieder Robert Langdon spielt, Professor mit langen Haaren 😀

Illuminati
© Sony Pictures

Ich als Filmexpertin (hüstel) weiß natürlich, dass die Musik nur einer geschaffen haben kann. Hans Zimmer. Ich kann nur sagen, dass mich seine Musik in diesem Film fühlen ließ, als wäre alle 5 Minuten der Showdown schlechthin.

Den einzig begeisterten Moment den ich hatte, war der als ich rief: Schau mal, Armin Müller-Stahl! Dieser ist jedoch weder Fisch noch Fleisch, da man nicht ausmacht, ob er nun der Kardinal mit bösen Absichten ist oder der süße, kleine, putzige Opa, der nur Papst werden will. Zum Schluss (und das nicht ohne Grund) erwähne ich Ewan Mc Gregor. Bekannt aus Filmen wie Moulin Rouge oder Trainspotting. Er hat in seiner Rolle einpaar Schockermomente aus mir herausgekitzelt, aber das wars auch schon.

Illuminati - Extended Version [Blu-ray]
Sony Pictures Home Entertainment (23.10.2009) - Blu-ray, Freigegeben ab 16 Jahren - Laufzeit: 146 Minuten - Tom Hanks, Ewan McGregor, Stellan Skarsgard, Ayelet July Zurer, Kristof Konrad
9,99 EUR

Dieser Film ist auf jeden Fall von der Jahreszeit her ein Sommer-Blockbuster, unterhaltsam und dann jedoch leider wieder schnell vergessen. Eine Geldverschwendung ist er nicht, jedoch ist der englische Titel wohl der zutreffendere, als der hier in Deutschland gewählte, nämlich

Angels & Demons.

Letzte Anmerkung: Wer etwas über den Geheimbund der Illuminaten per Film erfahren will, sollte sich den DEUTSCHEN Film „23“ ansehen.

Originaltitel: Angels & Demons
Erscheinungsjahr: 2009
Dauer: 141 min
Regie: Ron Howard
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Budget: $150.000.000
Einnahmen:$133.375.846 (USA) (2. August 2009)
(Quelle: IMDb)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.