Die rekord- und bahnbrechende Horrorfilmneuverfilmung ist in Deutschland angekommen. Ich musste einfach in diese Vorpremiere (und in der letzten Reihe sitzen, denn nur dort kann man sich sicher sein, dass nichts hinter einem lauern kann).

Es 2017
© New Line Cinema

Die erste Info, auf die ich stieß, nachdem ich gelesen hatte, dass Stephen King’s Es neu verfilmt wird, war die Altersfreigabe ab 18. Da dachte ich sofort, dass es in die richtige Richtung gehen würde, nämlich nicht in die Richtung der klingelnden Filmkassen (mit ge- bzw. zerschnittener für 16-jährige und ein größeres Publikum zu verkraftenden Szenen), sondern direkt in die Arme der Film-, Horrorfilm- Stephen King-Fans, also meiner Wenigkeit.

Kind zu sein ist und war immer schwer. Doch am schwersten ist es wohl für den Losers Club in Derry. 1989 schließen sich 7 Kinder zusammen und müssen gegen ein uraltes, böses Wesen bekämpfen. Von Eltern, Erwachsenen und deren Führung verlassen entdecken sie, dass ihre Kleinstadtgeschichte voller mysteriöser Verschwinden von Kindern und übernatürlicher Vorfälle steckt, welche alle auf Pennywise, den tanzenden Clown und die Kanalisation zurückführen. Sie müssen sich ihren tiefsten Ängsten stellen, welche „It“ immer weiter und in schrecklicher Form auf sie hereinprassen lässt, denn er zehrt von dieser Angst und je verängstigter sie sind, desto schmackhafter werden sie für die gestaltenwandelnde Kreatur, die seit Jahrzehnten Jagd auf Kinder macht.

Es 2017
© New Line Cinema

Besser hätte dieser Film nicht auf die Leinwand gebracht werden können. Eine coming-of-age-the-horror-way Achterbahnfahrt, welche tatsächlich auch als waschechter Charakterfilm überzeugt. Der erste, wirkliche Horrorfilm, welcher ohne Zweifel Oscarnominierungen verzeichnen sollte. Mein Liebling Sigourney Weaver hatte ihre Oscarnominierung damals für Aliens – Die Rückkehr genauso verdient wie Finn Wolfhard hier für seine Darstellung des Richie Tozier, wenn nicht ein Oscar-win für den Besten Nebendarsteller. Bill Skårsgard kam ebenso überzeugend daher und dafür, dass im Film per se keinerlei Hintergrundinformationen über Pennywise bzw. „Es“ gelüftet werden, kann er doch allein durch seine Darstellung vermitteln, dass er ein krankes, machtvolles, wahrscheinlich überlegenes und wohl uraltes Wesen ist. Er hätte eine Nominierung und ebenso den Gewinn verdient. Die letzte Nominierung gilt dem Film an sich, welcher definitiv den Oscar für Bester Film verdient hätte.

ES [Blu-ray]
Warner Home Video - DVD (22.02.2018) - Blu-ray, Freigegeben ab 16 Jahren - Laufzeit: 135 Minuten - Finn Wolfhard, Bill Skarsgard, Megan Charpentier, Jeremy Taylor, Jaeden Lieberher
10,91 EUR

Mein größter Wunsch, schon als Kind, war es, Regisseurin oder Drehbuchautorin zu werden. Doch wie John Lennon schon sagte, „life is what happens while you’re busy making other plans.“ Also besitze ich nicht den Fachjargon oder die Erfahrung auf dem Gebiet, jedoch bin ich nichtsdestotrotz eine Filmfanatikerin und schmerzhaft masochistisch begeisterter Horrorfilmfan. Hätte ich also eine Neuverfilmung für „It“ beschreiben wollen, hätte ich gesagt: „Ich visualisiere eine Mischung aus Die Goonies, Stranger Things und Stand by me, mit der Intensität und Wahrhaftigkeit sowie Charakterdarstellung von Das Schweigen der Lämmer. Und genau das wurde geliefert. Ich ging also wunschlos glücklich und extrem verängstigt aus dem Kino heraus, so wie es sich gehört, …einfach wundervoll.

Originaltitel: It
Erscheinungsjahr: 2017
Dauer: 135 min
Regie: Andrés Muschietti
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Budget: $35.000.000
Einnahmen: $189.400.000 (Weltweit)
(Quelle: IMDb)

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